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Abseits aller (tages-)politischen Aufregungen war und ist es den Grünen immer ein großes Anliegen, die Aufmerksamkeit auch auf Natur- und Artenschutz zu lenken. Zu leicht laufen diese Themen Gefahr, im Strudel der aktuellen politischen Diskussionen unterzugehen.

Gerade die Insekten entgehen oft unserer Wahrnehmung – und sind dennoch überlebensnotwendig, sowohl für die Pflanzen- und Tierwelt, als auch für die Menschheit. Wie mittlerweile schon allgemein bekannt sein dürfte, hat die Anzahl der Insekten in den letzten 30 Jahren eklatant abgenommen.

 

Insektenforscher Dr. Martin Schwarz hat uns bei der Wanderung in Hörsching einen sehr anschaulichen Einblick in die Welt der Insekten in ihrer Vielfalt und spannenden Lebensweise gegeben. Ausgestattet mit Käschern und Becherlupen, gingen die Kinder sofort auf Insektenjagd. Schmetterlinge kann und darf man an den Flügeln festhalten ( an beiden, wohlgemerkt), dann nehmen sie keinen Schaden und fliegen nach der Betrachtung wieder weiter. Schlupfwespen, Heuschrecken, Wespen und Bienen verschiedener Arten, Wanzen und Käfer konnten ebenfalls unter der Lupe betrachtet werden. Zum Abschluss kam noch eine Hornisse zu Besuch und demonstrierte friedlich, dass sie nur am Apfelsaft, nicht aber an Menschen interessiert ist (sofern sie sich nicht beim Nest der Insekten aufhalten).

Was man tun kann, um Insekten zu fördern:

  • Einheimische Blütenpflanzen aussäen / auspflanzen
  • Vielfältige Strukturen auf Gartenflächen und öffentlichen Flächen fördern (Wiese, Gebüsch, freie, sonnige Erde, besonntes Totholz)
  • „Insektenhotels“ anlegen (Bohrlöcher von 2- 8 mm Durchmesser in hartem Holz)
  • Im Freien UV-armes oder UV-freies Licht verwenden, Lichtquelle nach oben hin abdecken. Nachtaktive Insekten fliegen zum UV-Licht und werden dort leicht Beute von Fledermäusen oder verenden überhaupt direkt an der Lichtquelle.
  • Spät mähen, damit die Insekten die Wiese möglichst lange nutzen können. Ungemähte „Inseln“ im Rasen stehen lassen bzw. erst später mähen.
  • Sowohl Kommunen als auch Privatpersonen können also etwas dazu beitragen, die Insektenvielfalt zu erhalten. Selbst ein Blumenkisterl kann Nahrung für diese wichtigen Lebewesen bieten.

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