Ehemalige Eingangstür der "Schumsn"
Ehemalige Eingangstür der "Schumsn"
Viele Jahre lang hat das Gebäude Brucknerplatz 2, das ehemalige Gasthaus Schumergruber, das Bild vom Hörsching geprägt. Aber auch für das soziale Leben hat das Haus eine wichtige Rolle gespielt: Die mittlere und ältere Generation berichten von Gasthaus-Besuchen mit den Eltern und Großeltern, von Zehrungen, vom Eis, welches im Sommer über die Gasse verkauft wurde.

Als Grüne Hörsching haben wir den urigen Rahmen dieses Gasthauses zweimal für Veranstaltungen genutzt: Einerseits für eine Lesung des bekannten Mundartdichters Hans Kumpfmüller im Innviertler Dialekt (2008) und andererseits für eine Performance der Sprachkünstler Didi Sommer und Rene Monet (2009), jeweils mit musikalischer Begleitung. In Erinnerung bleiben – neben den originellen Darbietungen – die Räumlichkeiten, welche in dieser urtümlichen Form nur noch selten zu finden sind: Granitsteinböden und Gewölbedecke im Vorhaus, holzgetäfelte Gaststuben und der ehrwürdige grüne Kachelofen, der uns ordentlich ins Schwitzen brachte. Schon im Oktober 2014 hat die Gemeinde mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderates das Gebäude erworben.

Der Zustand des Hauses lässt eine Renovierung nicht sinnvoll erscheinen, deshalb wird es abgerissen und etwas Neues errichtet. Um ein Stück Hörschinger Geschichte zu erhalten, haben wir dafür plädiert, alte Granitsteine und andere interessante Gegenstände vor dem Abriss zu retten. Sie könnten als dekorative Elemente in einem Neubau oder in der Gestaltung des Ortsplatzes verwendet werden, ähnlich wie es z. B. am Marktplatz von Ottensheim zu sehen ist.

Wie geht es weiter?

Welche Funktionen ein Neubau erfüllen soll und wie die Nutzungen den Hörschinger Ortsplatz beleben können, wurde kürzlich (27. Februar) im öffentlichen „Ortsplatzdialog“ im KUSZ vorgestellt. Obmann Alexander Ronacher vom Verein „Liebenswertes Hörsching“ und Projektleiter Mag. Bernhard Rihl MSc präsentierten die Ergebnisse der bisherigen Arbeiten und luden die zahlreich erschienenen Gäste zur Diskussion und Mitarbeit ein.


 

Barbara Stemberger